|
Im Süden von Argentinien, vom Festland durch die Magellanstraße getrennt, liegt die Insel Feuerland, deren östliche Hälfte zu Argentinien und deren westliche zu Chile gehört. Bereits 1520 entdeckte der portugiesische Seefahrer Fernando Magellan die von Indianern bewohnte Insel, aber erst 1871 kamen die ersten weißen Siedler. Die Bevölkerung ist ein buntes Gemisch aus den Nachfahren spanischer, deutscher, jugoslawischer, rumänischer und italienischer Kolonisten. Die dort ehemals in großer Zahl angesiedelten Indianer sind heute ausgestorben. Die Insel ist reich an Wäldern, Seen, Bergketten und Weideflächen. Ushuaia: Die Hauptstadt Feuerlands hat 11000 Einwohner und wurde 1868 als protestantische Missionsstation gegründet. Ein- bis zweimal pro Monat fährt von hier aus ein Schiff zum 1000 km entfernten argentinischen Teil der Antarktis. Im nördlich der Hauptstadt gelegenen Nationalpark „Tierra del Fuego“ findet man zahlreiche wilde Tiere u.a. den seltenen Castor, einen Verwandten des Bibers. |
 |

Feuerland
|
|
|
Geografie und Klima: Argentinien ist nach Brasilien das zweitgrößte Land Südamerikas. Es grenzt im Süden und Westen an Chile, im Norden an Brasilien, Paraguay und Bolivien, im Osten an Uruguay und den Südatlantik. Argentinien ist ein sehr ebenes Land ohne Bergmassive mit Ausnahme des an Chile grenzenden Nordwestens in dessen Gebirgssaum sich der höchste Berg Südamerikas befindet, der Aconcagua (6958). Klimatisch weist Argentinien große Unterschiede auf, erstreckt es sich doch über zahlreiche Breitengrade. Im Norden ist es tropisch-heiß, der Süden im Bereich Feuerlands zeichnet sich durch subantarktische Kühle aus.
Natur und Umwelt: Der überwiegende Teil Argentiniens ist Steppenlandschaft. In den südlichen Anden erstrecken sich Südbuchenwälder, in Misiones ganz im Osten herrschen subtropische Regenwälder vor, ein Paradies für zahlreiche Vogelarten, sowie für Ameisenbär, Jaguar und Sumpfhirsch. Leider sind auch in den argentinischen Trockengebieten, wie in so vielen Gebieten der Erde, die Böden durch landwirtschaftliche Überbeanspruchung zunehmender Erosion ausgesetzt.
Bevölkerung: Die argentinische Bevölkerung besteht zum größten Teil aus Weißen (94%), die vorwiegend spanischer und italienischer Abstammung sind. Mestizen und Indianer (die Ureinwohner) sowie Einwanderer aus Nachbarländern stellen Minderheiten dar. 80 % der Einwohner leben in Großstädten, davon allein ca. 35 % im Großraum Buenos Aires. Ca. 90 % der Bevölkerung gehören der katholischen Konfession an, die auch die Staatsreligion darstellt.
Reisen und Erholung: Der Tourismus gewinnt immer mehr an Bedeutung. Hauptanziehungspunkte sind Buenos Aires, die zahlreichen Badeorte am Südatlanik, die Sierra de Córdoba, die Wasserfälle des Iguazú, die Halbinsel Valdés, Feuerland, sowie die Nationalparks am Andenrand. |
 |

Argentinien Land der Gauchos
|
|